Karriereambitionen werden immer seltener

Fast 25.000 Stellen mit Leitungsaufgaben sind in Deutschland vakant. Das Interesse von Fachkräften am Aufstieg in Führungspositionen wird jedoch immer geringer, zeigt eine Studie des arbeitgebernahen Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung (KoFa).
Das Wichtigste in Kürze:
„Aktuell kann sich nur jede:r siebte Beschäftigte ohne Führungsverantwortung definitiv vorstellen, eine Führungsposition zu übernehmen (14 Prozent). Weitere vier von zehn Beschäftigten wären unter bestimmten Bedingungen dazu bereit (40 Prozent). Männer haben tendenziell ein größeres Interesse an Führung. Zudem ist die Führungsbereitschaft – unabhängig vom Geschlecht – stark an Vollzeitmodelle gekoppelt. Jeweils gut drei von vier Beschäftigten ohne Interesse an Führung schrecken Arbeitsbelastung, Verantwortung und auch die Befürchtung, dass das Privatleben zu kurz käme. Weniger als die Hälfte findet den finanziellen Anreiz zu gering (48 Prozent). Für Beschäftigte mit Interesse an Führung ist ein hohes Gehalt hingegen der am häufigsten genannte Anreiz für Führung (95 Prozent), gefolgt von Gestaltungsspielräumen und Weiterbildungsmöglichkeiten. Mit Blick auf die allgemeine Führungskultur im Unternehmen erachtet die Mehrheit der Beschäftigten es als wichtig, dass Führungskräfte ihren eigenen Führungsstil entwickeln können (71 Prozent). Gerade Frauen sind zudem flexible Lösungen wie Teilzeitführung oder Jobsharing wichtig. Unternehmen müssen Beschäftigte entsprechend passgenau ansprechen, um sie für eine Führungsrolle gewinnen zu können.“
Quelle: www.kofa.de/media/Publikationen/KOFA_Kompakt/2026-01_KOFA_Kompakt_Fuehrung.pdf