Transparenz ist das übergreifende Merkmal erfolgreicher Selbstdarstellung
Impression Management: „Praktische und theoretisch Gründe sprechen dafür, sich bei seiner Selbstdarstellung im Beruf auf akteurszentrierte Strategien zu stützen,“ d.h. eigene Leistungsvariablen sichtbar zu machen, empfiehlt Dr. Henning Brand im Reader „Selbstverwirklichung im Arbeitsleben“. „Beziehungsorientierte Strategien haben demgegenüber ein höheres Konfliktpotential, reagieren empfindlich auf Reziprozität“ und sind fragil. „Akteurszentrierte...
Indikationsstellung für medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitation (MBOR) verbesserungswürdig
Die medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitation (MBOR) kann Kranken die Rückkehr in das Berufsleben ermöglichen und die Rentenkasse entlasten. Doch häufig erhalten Rehabilitanden nicht die für sie spezifisch optimale Behandlung, berichtet die Fachzeitschrift Psychosoziale und Medizinische Rehabilitation. Betroffene Patienten und Rentenkasse sind die Leidtragenden. „Im Bereich der herkömmlichen medizinischen Rehabilitation ist die...
Ingenieurpsychologie: neue, kritische Herausforderungen
„Die künstliche Intelligenz neigt dazu, einem nach dem Mund zu reden und teilweise die Wahrheit inkorrekt darzustellen, um NutzerInnen zu gefallen. Wenn wir uns daran gewöhnen, wäre es hochgradig problematisch, weil daraus unrealistisch hohe Erwartungen an menschliche Beziehungen resultieren können. Wir sehen darin v.a. eine Gefahr, wenn die jüngere...
Verantwortung: Mut – und die richtigen Fragen stellen
Führung korrespondiert mit Verantwortung – und verlangt in erster Linie Fragen an sich selbst wie an andere. Der Consultant und Arbeitspsychologe Dr. Felix Frei empfiehlt in seiner Monografie Verantwortung: „Im gemeinsam sokratisch geführten Diskurs entwickelte Rollenverständnisse und -beschreibungen sind ein nützliches Werkzeug für alle Beteiligten.“ Der Diskurs beginnt immer mit...
High-Risk-Teams sind mit kollektiver Achtsamkeit erfolgreich
Ein Hochleistungs- und High-Risk- Team – z.B. Feuerwehr, medizinischer Rettungsdienst oder Kernkraftwerks-Crew – benötigt für den Erfolg und die eigene Sicherheit eine „kollektive Achtsamkeit“, die durch keine fachfremde Autorität gestört wird. Dr. Peter Mistele und Prof. Dr. Silke Geithner berichten Details in ihrem Beitrag zum Lehrbuch Praxis der Wirtschaftspsychologie I....
Berufsunfähig durch affektive Störungen
Psychische Erkrankungen werden immer häufiger. Depression und andere affektive Störungen können nicht nur vorübergehende Arbeitsunfähigkeit, sondern auch Berufsunfähigkeit auslösen. Vor allem bei eigenverantwortlichen Aufgaben und/oder häufigen zwischenmenschlichen Arbeits-Kontakten führen affektive Störungen u.U. zur „vollständigen Einschränkung der Berufsfähigkeit“. Einzelheiten berichtet Prof. Dr. Norbert Nedopil in der Neuauflage des Standardwerks Psychiatrische Begutachtung...
Reichliches Anwendungspotenzial der Positiven Psychologie in Unternehmen
Die Positive Psychologie intendiert die Förderung von Wohlbefinden, Zufriedenheit, Motivation und Leistungsfähigkeit. Die Disziplin der Positiven Psychologie stützt sich auf fundierte wissenschaftliche Erkenntnisse, um gezielte Interventionen für den Arbeitskontext zu entwickeln. Saskia Pilger, Hannah Möltner und KollegInnen stellen in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift ´Wirtschaftspsychologie´ die Evaluation erfolgreicher Interventionen...
Glücksmomente während der Arbeit: Flash und Flow
Wer engagiert und konzentriert arbeitet, kann durch ein Flow-Erleben oder eine Inspiration (Flash) belohnt werden. Professorin Dr. Michaela Brohm-Badry beschreibt und analysiert beide Phänomene in ihrem Fachbuch ´Wie Menschen wachsen – Positiv-Psychologische Entwicklung von Individuum, Organisation und Gesellschaft´. Flow erleben Menschen u.U., wenn sie selbst- und zeitvergessenen an einer...
Nachhaltigkeitsverhalten trotz normierender gesellschaftlicher Rahmenbedingungen
Die sozial und ökologisch nachhaltige Gestaltung gesellschaftlichen Zusammenlebens ist eine der großen Herausforderungen der Gegenwart. Nicht zuletzt unter dem Einfluss der Wirtschaftslobbies fokussierte die öffentliche Debatte lange Zeit Konsumentscheidungen privater Haushalte und einzelner Personen. Konsequenterweise nimmt die Frage, wie individuelle Verhaltensänderungen im Sinn umweltverträglicher und nachhaltiger Lebensweisen herbeigeführt werden...
Assessment Center: Wie nehmen BeobachterInnen ´SchauspielerInnen´ wahr?
Wieviel Schauspielerei – gut deutsch: Self-Monitoring – findet im Assessment Center statt? Wie ist es zu bewerten? Dr. Martin Emrich hat es untersucht und bietet in seiner Monografie ´´Schauspielerei oder Authentizität?´ konkrete Empfehlungen, z.B.: Den TeilnehmerInnen zu Beginn des Assessment Centers (AC) zu sagen, sie sollten sich flexibel verhalten,...
Commitment: Wer sich seinem Arbeitgeber verbunden fühlt, senkt seine eigene Belastung
Etwa 78% der ArbeitnehmerInnen in Deutschland fühlen sich ihrem Arbeitgeber nicht verbunden, stellt der aktuelle Gallup-Engagement-Index fest. Die Folge ist nicht nur eine geringere Produktivität, sondern auch eine höhere psychophysische Belastung betroffener Beschäftigter. Denn: Das Commitment, eine starke affektive Bindung an das Unternehmen, vermittelt Arbeitnehmern ein Gefühl von Stabilität...
Kultur der Bürokratie: „Öffentliche Verwaltung ist eigentlich nicht für den Bürger da“
Die viel propagierte ´bürgernahe Verwaltung´ ist mehr Wunsch als Realität. „In der Interaktion in den Amtsstuben findet keine Diskussion auf gleichem Niveau statt. Beamte lassen sich normalerweise nicht überreden und kaum überzeugen. Sie sind nicht nur an feste Regeln gebunden, sondern kennen diese auch besser als der Bürger,“ notiert...