Zynismus im Change-Management: Wie er entsteht und vermeidbar wird

MitarbeiterInnen in Unternehmen begegnen Organisationsveränderungen häufig mit Vorbehalten oder Ablehnung. Eine oft kreative Form dieses Widerstands äußert sich im Changezynismus. Die Wirtschaftspsychologen Dr. Christina C. Martens hat ihn in einer empirischen Studie untersucht: „Embracing the ´fad of the day´- An extended approach to organizational change cynism“. Im Change-Zynismus sieht...

Altersgemischte Arbeitsgruppen nutzen ihr Vorteile meist kaum

Altersdiverse Teams besitzen ein höheres Potenzial an Kompetenz und Wissen, nutzen es jedoch meist kaum. „Dieser fehlende Effekt zeigt, dass Organisationen mehr Anstrengungen in Richtung Inklusion und Integration unternehmen müssen, anstatt sich auf die altersgemischte Zusammensetzung von Belegschaften zu beschränken. Es bedarf eines aktiven Managements der Altersdiversität, um das umfassende...

Personalauswahl: Wie sich die Kreativität von Fach- und Führungskräften einschätzen lässt

Wirtschaftspsychologie: Kreative Köpfe werden immer dringender und immer häufiger gesucht. Die Kreativität von Fach- und Führungskräften ist relativ gut messbar, wird jedoch in der Personalauswahl meist kaum beachtet. Eine wissenschaftlich fundierte Diagnose kreativer Fähigkeiten liefert einen direkten Beitrag sowohl zur Innovationsfähigkeit als auch zur Effektivität eines Unternehmens. Dr. Julia...

Wie eminente Leistungen entstehen und Nikola Tesla betrogen wurde

Eminente Leistungen entstehen nur ausnahmsweise durch unvorbereitet spontane Einfälle. Intrinsische Motivation, Kreativität, Expertise, Selbstkontrolle, Routine – und oft auch dunkle Persönlichkeitsmerkmale sind wichtige Voraussetzungen. Details mit diversen Überraschungen bietet der neue interdisziplinäre Reader „Errungenschaften: Historische und psychologische Perspektiven auf eminente Leistungen“. Im erforderlichen kreativen Prozess beschreibt der Psychologe Joachim...

„Aufstieg war gestern“: Karriere in postbürokratischen Organisationen

Durch den Abbau von Hierarchien, die Auflösung von Abteilungen und die Zurücknahme von Formalisierungen existieren in postbürokratischen Organisationen keine klassischen Aufstiegskarrieren. Die Wirtschaftspsychologinnen Prof. Doreen Appelt, Uta Bronner und Nicole Eulenburg stellen in einer Studie fest, „dass die Aufstiegskarriere in postbürokratischen Organisationen durch das Angebot einer individuellen, ganzheitlichen Weiterentwicklung...

„Neue Zukunftsanforderungen“ in der Personalarbeit häufig unklar oder widersprüchlich

„Der aufmerksame Beobachter wird feststellen, dass viele Unternehmen ungefähr folgende Überlegungen anstellen: Wir müssen zukunftsfähig werden. Mit vielen unserer bisherigen Mitarbeiter werden wir dieses Ziel nicht erreichen. Deshalb müssen wir überlegen, welche Merkmale in Zukunft für uns bedeutend werden. Diese Merkmale machen wir zur Grundlage unserer Personalauswahl und -entwicklung....

Basis für Führungskompetenz ist Selbstbewusstsein

„Führung befasst sich mit Energie, menschlicher Energie, mit ihrer Freisetzung, Entwicklung und Gestaltung. Und weiterhin mit der Profilierung sozialer Strukturen und Systeme, mit zielorientierter Umsetzung von Bewegung. Sie ist verantwortlich für die Zufriedenheit und die Motivation von Menschen, für das gemeinsame Erreichen von Wert und Erfolg. Ein hochkomplexes Programm,...

Fehlbeanspruchung vermeiden durch Kurzcoaching für Einzelne oder Teams

Fehlbeanspruchung bei der Arbeit gefährdet nicht nur die Leistung, sondern auch die Gesundheit. Ein spezifisches Coaching kann eine Problementwicklung verhindern, entschärfen oder beenden. Psychologinnen haben zwei Muster-Manuale für ein derartiges Coaching entwickelt, erprobt und wissenschaftlich evaluiert. Die Texte stehen in der Fachzeitschrift „Psychosoziale und Medizinische Rehabilitation“ (3/2023) zur Verfügung. ...

Betriebliches Eingliederungsmanagement: Herausforderung nach psychischer Überlastung

Die Arbeitsausfälle wegen psychischer Erkrankungen haben einen Höchststand erreicht: Im Jahr 2022 wurden nach Auskunft des Bundesarbeitsministeriums mehr als 132 Millionen psychisch verursachte Fehltage registriert. Damit haben sich die Zahlen innerhalb von zehn Jahren mehr als verdoppelt. Dies stellt immer neue Anforderungen an das Betriebliche Eingliederungsmanagement. Professor Dr. Jochen...

Subjektivierung der Arbeit: Wie sich Gesundheitsrisiken minimieren lassen

Arbeit und Gesundheit: Die aktuellen Veränderungen der Arbeitswelt können herausfordernd und interessant sein, jedoch gleichzeitig auch risikoreich und gesundheitsgefährdend. In diesem Spannungsfeld agieren Arbeitsmedizin und Arbeitspsychologie. Der neue psychologisch-medizinische Studienband „Arbeit und Gesundheit“ bietet die theoretische und praktische Übersicht: Wie lassen sich Gesundheitsrisiken minimieren? Die AutorInnen gehen von drei...

Rehabilitation: Modellprojekte zur Integration von Gesundheits- und Arbeitsförderung

Der Fachkräftemangel hat mehrere Ursachen. Selten wird berücksichtigt:  Gesundheitlich beeinträchtigte, erwerbslose BürgerInnen werden durch Rehabilitations- und Teilhabeleistungen oft entweder nicht erreicht oder nicht koordiniert versorgt. Statt in den Arbeitsmarkt werden Betroffene in das Sozialsystem integriert. Projekte des RehaPro-Förderprogramms, subventioniert vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales, versuchen, dies zu ändern. ...

Wie Stress die Arbeitsleistung steigern oder lähmen kann

Stress kann zu Höchstleistungen stimulieren – oder deprimieren, lähmen und krank machen. Betroffene haben die Möglichkeit, Stress kreativ zu nutzen und negative Folgewirkungen zu verhindern. Der Psychologe Dr. Peter Schulz (Universität Trier) verdeutlicht in seinem Reader „Pathogene Stressverarbeitung und psychosomatische Störungen“ die psychologisch-biologischen Mechanismen. Konsequent folgert er daraus konkrete...