Kurzpausen bedeuten meist keinen realen Zeitverlust

Pausen im Homeoffice: „Eine Erholung ist bereits bei sehr kurzen Unterbrechungen zu erwarten, da der Erholungseffekt zu Beginn der Arbeitspause höher ist und mit zunehmender Länge abnimmt. Kurzpausen bedeuten keinen realen Zeitverlust oder eine Abnahme der Produktivität, da die Arbeit nach der Pause aufgrund geringerer Ermüdung z.B. in schnellerem Tempo verrichtet wird,“ berichtet Jasmin Zimmermann in ihrer wissenschaftlichen Monografie Arbeitspausen im Home Office.
„Kleinere Unterbrechungen haben sich als leistungsmotivierend herausgestellt, indem sich Mitarbeitende – bewusst oder unbewusst – auf die Arbeitspause freuen und dadurch etwas effektiver arbeiten.
Dennoch entsteht bei variantenreicher Denkarbeit, wie z.B. bei konzeptionellen Aufgaben im Hochschulbereich, ein Spannungsfeld. Zu häufige Kurzpausen sind hier problematisch, weil ein weites Denkfeld jeweils anfangs in eine Aktualisierungsbereitschaft gebracht werden muss, die dann durch häufige Unterbrechungen gestört wird. Kurzpausen, die häufiger als einmal pro Stunde stattfinden, sind daher bei Entwicklungstätigkeiten weniger empfehlenswert …“

Arbeitspausen im Home Office
Eine Untersuchung des Pausenverhaltens, der Erholungsplanung und des Erholungserlebens bei alternierend Telearbeitenden an Hochschulen
Zimmermann, Jasmin
Pabst, 132 Seiten